Bucketlist-Urlaub mit i-Tüpfelchen
Die Malediven waren für uns ein Reiseziel, das bis dato aufgrund der Flug- und Hotelkosten für 1 Woche nicht infrage kam. Als ich eines Tages ein unschlagbar günstiges Flugangebot von BER nach Malé für vier bekam und etwas später noch ein Hotelangebot mit HP, das im Budget lag, war DIE Traumreise plötzlich zum Greifen nah.

Turbulente Anreise
Gleich unser erster von vier Fliegern konnte wegen defekten Bremsen nicht abheben. Als wir mit 1,5h Verspätung in Brüssel ankamen, sahen wir noch, wie unser zweiter Langstreckenflieger nach Abu Dhabi ohne uns an Bord zur Startbahn rollte. Großes Kompliment an Brussels Airline, die uns und weiteren Passagieren sehr schnell Ersatzflüge organisiert hatten, so dass wir am Ende trotz des Zwischenfalls mit gerade mal 3h Verspätung in Malé ankamen.

Kihaa Maldives, Baa Atoll
Die Anreise von Malé - entweder mit Wasserflugzeug oder Linienflug & Schnellboot - ist allein schon ein Abenteuer für uns und die Kids gewesen. Leuchtende Türkistöne in allen möglichen Farben. Weißer Sand, so hell, dass unsere Augen tränten (an Sonnenbrillen denken!). Wir waren tatsächlich da! Auf der Insel Kihaadhuffaru mitten im Indischen Ozean!
Unsere Unterkunft
Das Hotel Kihaa Maledives hatte für unsere Ansprüche ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mit Halbpension waren wir super glücklich, für den kleinen Mittagshunger zwischendurch hatten wir Tütensuppen im Becher dabei. Mit dem Wasserkocher auf unserem Zimmer zubereitet wurde das überraschenderweise schnell zum kleinen Tageshighlight unserer Kinder ;) Der Strand, das Meer und das Hausriff waren unsere Highlights. Vor dem Sonnenuntergang gab es am Hausriff eine Fütterung der Meerestiere. Riesige Rochen, Haie und andere Fische ließen sich das nicht entgehen. Das Buffet war für die eine Woche für uns thematisch abwechselungsreich, besonders die Kellner waren zu

Haie, Meeresschildkröten und Rochen
"Unsere" Insel lag im Baa-Atoll, das von der UNESCO zum Meeresschutzgebiet und zur Biosphäre erklärt wurde. Von Mai bis November kann man hier in der Hanifaru Bay Schwärme von Mantarochen und auch Walhaie beobachten. Wir waren allerdings zur Osterzeit da und blickten wir ehrfürchtig auf das leuchtende Blau. Selbst eine Begegnung mit einem Hai konnten wir uns gerade noch nicht gut vorstellen. Unser Glück war Hussain von Fehi Velaa Dive auf der Nachbarinsel. Bei einem Schnorchelausflug kümmerte er sich sehr einfühlsam um unseren Sohn und gab uns Selbstvertrauen beim Schnorcheln. Da war ein unvergessliches Erlebnis!

Hilfreiche Tipps
1. Sonnenbrille und UV-Shirt (der Sand ist oft so hell und blendet, dass wir manchmal kaum mehr unsere Augen öffnen konnten). Beim Schnorcheln vergisst man schnell die Zeit. Um den Rücken zu schützen, haben sich UV Shirt sehr bewährt.
2. Wasserschuhe! Sobald der Sand nicht mehr da ist, können Steine im Wasser scharfkantig sein.
3. Flugpreise im Internet vergleichen: Nicht zwingend pauschal zu buchen, kann sich auch in der Ferienzeit lohnen. Wir haben ca. 6 Monate vorab gebucht. Achtung: Bei einem Flug bis Malé benötigt man eine Anschlussverbindung je nach Zielboot entweder mit dem Flugzeug oder Boot. Am besten fragt ihr in eurem Hotel nach, welche Strecke empfohlen wird und ob sie Kooperationsangebote haben.

4. Budget-Tipp: Auf teure All-inclusive Pakete bei Bedarf verzichten und kleine Zwischendurch-Mahlzeiten von zuhause mitbringen, weil das Buffet am Morgen und Abend sowieso reichhaltig ist. Nudelnvariationen im Becher sind leicht und können mit einem Wasserkocher super einfach zubereitet werden.
5. Muscheln und andere Fundstücke im Meer zurücklassen. Auch wenn sie ein schönes Mitbringsel wären, ist es verboten, sie auszuführen. Lass sie Teil dieses ohnehin schon sehr anfälligen Ökosystems bleiben.